Deutscher Atomaustieg bewahrt nicht vor Atomgeschäften!

Mitten im Sommerloch sozusagen hat das deutsche Bundesumweltamt grünes Licht für einen ziemlich skandalösen Pakt gegeben: In der Brennelementefabrik im niedersächsischen Lingen sollen ab sofort in französisch – russischer Kooperation Brennstäbe für europäische AKW sowjetischer Bauart hergestellt werden. Dass ausgerechnet im Atomaustiegsland Deutschland nun die Abhängigkeit von russischer Technologie gesichert werden soll ist eine makabre Ironie der Geschichte. Und auch Urananreicherung findet auf deutschem Boden weiterhin statt, nämlich in Gronau, durch den dort ansässigen deutsch – britisch – niederländischen Konzern Urenco. Dass es sich dabei nur um Uran für die Nutzung in Atomkraftwerken handelt, ist längst nicht meh belegbar – höhere Anreicherung, also für militärische Zwecke, steht im Raum.


Wir sprechen in der Juli-Ausgabe des ‚Don’t Nuke the Climate‘-Podcasts  mit Udo Buchholz aus Gronau, Vorstandsmitglied und Mediensprecher im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.  Udo ist ein langjähriger Anti-Atom-Kämpfer und eigentlich logisch, auch fest in der Friedensbewegung verwurzelt.

Bild: ©BBU

Weitere Informationen zur Lingen-Entscheidung z. B. unter
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Don’t Nuke the Climate – diesmal zu den aktuellen ​Schweizerischen Atom-Eskapaden

2017 hatte die Schweiz per Volksabstimmung beschlossen, jeglichen Neubau von AKW zu verbieten. So weit, so gut. Nun aber setzt die derzeitige, rechtskonservative Regierung mit demokratisch ganz und gar unsauberen Mitteln alles daran, dieses Verbot auszuhebeln.

Wie lässt sich ein derartiges Manöver mit dem eigentlich so vorbildlichen Demokratieverständnis der Eidgenoss_innen vereinbaren? Und überhaupt heißt es doch, die Schweizer können gut rechnen, gut mit Geld umgehen – wie geht das mit dem Wunsch nach dem Bau neuer Atomkraftwerken zusammen?

Fragen über Fragen, die wir in dieser Ausgabe mit Stephanie Eger, der umtriebigen Geschäftsführerin des Trinationalen Atomschutzverbandes TRAS erörtern – und auch darüber beraten, wie man diser himmelschreienden Fehlentwicklung doch noch entgegenwirken kann. Grenzüberschreitend, versteht sich – denn wenn’s kracht, sind wir alle betroffen!

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Don’t Nuke the Climate – die Mai-Ausgabe

Unter dem Vorwand der Energie- u. Klimakrise lassen sich all zu leicht einige dazu hinreißen, wieder auf Atomkraft zu setzen. Staaten wie Belgien, der Schweiz oder Schweden, wo das Auslaufen lassen der AKW bereits beschlossen war, drehen ihre Hälse und schielen Richtung Ausbau von Atomkraft. Gegen jede wirtschaftliche Vernunft – und auch vom möglichen Tempo her eine unsägliche Entwicklung! Wir haben uns das für unseren Mai-Podcast zu ‚Don’t Nuke the Climate‘ etwas genauer angesehen.

In einem 2. Teil erzählt Günter Hermeyer von der überaus erfreulichen ‘Kulturellen Landpartie’, die im niedersächsischen Wendland seit Jahrzehnten immer zwischen Maria Himmelfahrt und Pfingsten Kultur, Politik und vor allem eine gesunde Portion an Anti-Atom-Bewusstsein repräsentiert. Großes Interesse war heuer, unter den gegebenen Umständen, natürlich vorprogrammiert!

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Tschernobyl – das 5. Katastrophenjahrzehnt beginnt

„Willkommen“ im bereits 5. Jahrzehnt der andauernden Katastrophe von Tschernobyl – so könnte man, zynischerweise, die neueste Podcastausgabe von ‚Don’t Nuke the Climate‘ zusammenfassen. Und es wird noch komplexer, in diesem 5. Jahrzehnt, denn der russiche Angriffskrieg auf die Ukraine verschlimmert die Situation zusätzlich und nachhaltig. Günter Hermeyer und Gabi Schweiger berichten dazu – unter Anderem mit der Vorstellung einer soeben erschienene Analyse von Greenpeace, die aufzeigt, wie nahe das Risiko einer nächsten, global wirkmächtigen atomaren Katastrohe droht – einerseits . Denn real katastrophal sind – andreseits – die Kostenanforderungen eines einzigen Drohnenangriffs auf das ‚New Safe Confinement‘ über dem havarieten Reaktor in Tschernobyl schon jetzt.

Aber es gibt auch positives zu berichten. Aus Norwegen zum Beispiel, wo eine Kommission der Regierung nach eingehender Begutachtung empfiehlt, lieber die Finger von Atomkraft zu lassen. Oder aus Grönland, wo sich das Parlament gegen u.A. die Schürfrechte für Uran entscheidet. Und auch der Trump-Umkehreffekt ist zu erwähnen, denn aufgrund der aktuellen fossilen Energiekrise schießt der Ausbau von Erneuerbaren Energien geradezu durch die Decke!

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Der Uranatlas – Daten & Fakten über den Rohstoff des Atomzeitalters

Cover Uranatlas 2026 ©Tanja HoffmanVom Rohstoff Uran bis zur Atombombe, von der ausbeuterischen Erzgewinnung bis zur gefahrvollen Erzeugung von Strom aus Atomkraftwerken, über die Geschäftsinteressen, über geopolitische Machtkalküle, nicht zuletzt auch über das Totalversagen aller Akteure im Umgang mit strahlendem Müll – der URANAtlas, 2019 erstmals veröffentlicht, zeigt die komplexen Verschlingungen der Atomwirtschaft  umfang- und aufschlussreich auf. Anlässlich der 2026 erweiterten Neuauflage stellen wir  in unserem aktuellen Podcast Don’t Nuke the Climate dieses äußerst empfehlenswerte Nachschlagewerk vor.

Hinweis:
Der URANAtlas in seiner 3. Auflage ist ein Kooperationsprojekt und wird gemeinsam herausgegeben von
Nuclear Free Future Foundation 
Rosa-Luxemburg-Stiftung
Umweltstiftung Greenpeace
Bund für Umwelt und Naturschutz
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IPPNW – Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzt*innen in sozialer Verantwortung
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